Wissenstransfer Ammoniak

Reduktion der Ammoniakverluste aus der Landwirtschaft

Berechnung von Ammoniakemissionen mit Agrammon

Mit Hilfe des Modells Agrammon kann abgeschätzt werden wieviel Stickstoff auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Form von Ammoniak verloren geht. Das Modell macht sichtbar, wo die grössten Verlustquellen zu finden sind und wie sich auf einem Betrieb Änderungen in Struktur und Produktionstechnik auf die Emissionen auswirken. In der der Schweiz wird fast ein Drittel des N-Anfalls in Hofdünger als Ammoniak emittiert.

Je nach Einsatzbereich stehen drei verschiedene Modelle zur Verfügung:

  • Agrammon Einzelbetriebsmodell (AE) für die Abschätzung der Ammoniakemissionen auf einem Landwirtschaftsbetrieb. Es basiert auf Modellparametern und Prozessen, die wissenschaftlich gut dokumentiert sind. Dadurch erlaubt es die Eingabe der relevanten Betriebsparameter mit möglichst direktem Bezug zum landwirtschaftlichen Betrieb. Dabei werden ausschliesslich Parameter verwendet, die dem Landwirt ohne besonderen Aufwand bekannt sind.
  • Agrammon Einzelbetriebsmodell mit kantonalen Anpassungen (AEK) für die Abschätzung der Emissionen auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu Vollzugszwecken, z.B. zur Beurteilung von Baugesuchen.
  • Agrammon Regionalmodell für die Abschätzung regionaler landwirtschaftlicher Ammoniakemissionen. 

 

Auf der Website agrammon.ch finden Sie den Einstieg in die Modelle, Anleitungen dazu sowie ausführliche Hintergrundinformationen. Sie können einen oder mehrere Betriebe selber erfassen, es liegen auch Beispieldatensätze vor.

Agrammon wurde von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und von den Firmen Bonjour Engineering GmbH sowie Oetiker+Partner AG mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) entwickelt. Es ist seit 2011 online verfügbar, wird laufend weiterentwickelt und löste das Modell DYNAMO ab.

 Vergleich Modellparameter AE und AEK