Wissenstransfer Ammoniak

Reduktion der Ammoniakverluste aus der Landwirtschaft

Arbeitsgruppen überkantonal und national

Aktuell beschäftigen sich folgende Arbeitsgruppen mit dem Thema Ammoniak:

Arbeitsgruppe Stall und Ammoniak

Unter der Leitung des BLW (Kontakt Eva Wyss, BLW) ist die Arbeitsgruppe aktiv. Momentan gibt es zwei Unterarbeitsgruppen, die sich mit folgenden Themen befassen:

  • Fütterung: Phasenfütterung und von Schweinen und bedarfsgerechte Milchviehfütterung (Eva Wyss, BLW)
  • Stallbau Rindvieh: Erhöhte Fressstände, Laufflächen mit Quergefälle und Harnsammelrinne (Michael Stäuble, BLW).

BDU-Untergruppe Stickstoffeffizienz

Kontakt Michel Fischler AGRIDEA/Annelies Uebersax Agrofutura: Diese Arbeitsgruppe wurde an der BDU-Herbsttagung 2016 wiederlanciert und nimmt 2017 ihre Arbeit auf.

Arbeitsgruppe "Ausgewogene Milchviehfütterung"

Besteht aus Vertretern der Ammoniak-Projekte GR und Zentralschweiz, BLW, HAFL, Agroscope: Das Milchvieh allein verursacht über die Hälfte aller Ammoniakemissionen in der Schweiz. Eine Studie von Agroscope zeigt, dass der Milchharnstoffwert ein geeigneter Indikator zur Beurteilung des Ammoniak-Verlustpotenzials von Milchvieh ist. Auf der Basis dieser Erkenntnisse setzten die beiden Ammoniak-Ressourcenprojekte Zentralschweiz und Graubünden die Massnahme "ausgewogenen Michviehfütterung" von 2013 bis 2016 im Sinne eines Pilotprojekts um. Die Ergebnisse des Ammoniakprojekts sind im Schlussbericht beschrieben. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung in den beiden Ammoniakprojekten untersuchen Mitarbeitende der HAFL im Auftrag der Arbeitsgruppe aktuell die Möglichkeiten und Grenzen auf Betrieben, die sich am Projekt beteiligt hatten, den Milchharnstoffwert durch gezielte Fütterungsmassnahmen zu senken. Dieses Projekt läuft noch bis 2018, Ansprechperson ist Annelies Uebersax von Agrofutura.

KVU Ost AG Koordination Landwirtschaft/Umweltschutz OCH/FL

Die Unter-AG Ammoniak-Emissionsminderung im Stallbereich wurde 2014 gegründet. Ziel war, den Vollzug in den OCH-Kantonen zu harmonisieren. Dabei wurden Massnahmen eingeteilt in solche, die konkret in Bewilligung und Planung einfliessen sollen (z.B. Abdeckung Güllelager oder Harnsammelrinne) und solche, die über Beratung und Verbreitung gefördert werden sollen (z.B. Laufhof). Die Massnahmen wurden priorisiert und ihr Potenzial zur Umsetzung diskutiert. Da die AG Ammoniak des BLW aktiv wurde, wurde das Engagement der AG OCH vorläufig eingestellt.

Cercl'Air, Arbeitsgruppe Ammoniak-Emissionen der Landwirtschaft

Dies ist ein Erfahrungsaustausch von kantonalen Lufthygienefachstellen zu allen Aspekten der Begrenzung von Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft. Basis ist die Luftreinhalte-Verordnung (LRV), insbesondere im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Bauten (d.h. Anlagen gemäss LRV, im Rahmen von Baubewilligungs- und Sanierungsverfahren). Ebenfalls werden Fragen zu Emissionsmessungen gemäss Artikel 13 LRV (insbesondere bei Abluftreinigungsanlagen) erörtert. Kontaktperson ist Hans Gygax, Kanton FR.