Nationale Drehscheibe Ammoniak

Reduktion der Ammoniakverluste aus der Landwirtschaft

NEWS

Ammoniak im Überblick

Die Nationale Drehscheibe Ammoniak verbindet Praxis, Vollzug, Wissenschaft und Beratung. Hier finden LandwirtInnen und Beratungskräfte Praxisbeispiele, Erfahrungsberichte und neuste technische Informationen zu Möglichkeiten zur Emissionsminderung im Stall, bei der Fütterung der Tiere, der Lagerung und Ausbringung der Hofdünger. Vollzugsverantwortliche der Kantone können sich einen Überblick zu aktuellen Grundlagen, Umsetzungsempfehlungen bezüglich Massnahmen und laufende Aktivitäten von Bund, Kantonen und Beratung verschaffen. Ebenso ist es möglich, die Nationale Drehschreibe bei Fragen oder individuellen Bauvorhaben zu kontaktieren. Die Bau-Coaches sind Spezialisten und stehen für individuelle Bauvorhaben zur Verfügung. Die Coaches sprechen sich mit der jeweiligen kantonalen Beratung ab. Die Unterstützung durch die Coaches ist für die Bauwilligen bis zu einem bestimmten Umfang kostenlos.

Klare Umweltziele – nach wie vor Ziellücken

Die Ammoniakemissionen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung tragen wesentlich zur Versauerung und Eutrophierung empfindlicher Ökosysteme wie z.B. Wälder, Hochmoore, artenreiche Naturwiesen oder Heidelandschaften bei. Deshalb müssen diese Emissionen laut Umweltzielen Landwirtschaft von schätzungsweise 47'600 Tonnen Ammoniak-Stickstoff im Jahre 2002 auf künftig 25'000 Tonnen reduziert werden. Um die Umweltziele Landwirtschaft zu erreichen, braucht es zusätzliche Anstrengungen. Die Erfahrungen aus den Ammoniak-Ressourcenprojekten zeigen, dass der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis ein Nadelöhr darstellt. Hier setzt das vorliegende Projekt mit einem innovativen, mehrgleisigen Ansatz (Top-Down und Bottum-Up gleichzeitig) an, um weitere Fortschritte bezüglich Reduktion der Ammoniakverluste zu erzielen. 

Die Reduktion der Ammoniakemissionen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung bleibt eine zentrale Herausforderung für die Landwirtschaft. Die Emissionen tragen zur Versauerung und Eutrophierung empfindlicher Ökosysteme wie z.B. Wälder, Hochmoore, artenreiche Naturwiesen oder Heidelandschaften bei. Um die Umweltziele Landwirtschaft zu erreichen und einen Beitrag zum Einhalten des Absenkpfads für Stickstoff zu leisten, braucht es zusätzliche Anstrengungen. Der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis stellt ein Nadelöhr dar. Bei Bauten werden auf einem Betrieb die Weichen für Jahrzehnte stellen. Daher braucht es gute Beispiele, wie die Ammoniakemissionen gemindert werden können und gleichzeitig die Haltungssysteme tierfreundlich sein können. Hier setzt die Drehscheibe an:

  • Sie bündelt aktuelles Wissen,
  • Sie macht das aktuelle Wissen und Erfahrungen allen Interessierten zur Verfügung,
  • Sie beantwortet konkrete Fragen aus der Praxis
  • Sie versucht zusammen mit der Praxis, dem Bund, den Kantonen, der Forschung und Beratung konsolidierte Meinungen zu entwickeln
  • Sie unterstützt ganz konkret Bauwillige bei Bauvorhaben.

 

Info-News

Neues Video von Agridea zu den baulichen Massnahmen bei Rindvieh

Datum 07-04-22

Video zu baulichen Massnahmen in Rindviehställen: Trockenheit, Sauberkeit und reduzierte Ammoniakemissionen sind gut für das Tierwohl, die Tiergesundheit und die Umwelt Soeben haben wir auf Youtube ein neues Video veröffentlicht. Es stellt zwei bauliche Massnahmen für Rindviehställe vor, die einerseits Ammoniakemissionen reduzieren und gleichzeitig Trockenheit und Sauberkeit verbessern. Das ist gut für das Tierwohl und die Tiergesundheit sowie für die Biodiversität, die Luftqualität und das Klima. Wir haben vier Betriebe besucht, die eine oder beide Massnahmen umsetzen. Die Verantwortlichen dieser Betriebe erklären die Vor- und Nachteile der Massnahmen im Video und berichten von ihren Erfahrungen. Die erste Massnahme sind erhöhte Fressstände. Dank ihnen stehen die Tiere entlang der Fessachse rund 10 cm höher als der Laufgang. Das führt dazu, dass der Bereich vor dem Fressgitter immer sauber und trocken ist. Die verschmutzbare Fläche im Stall lässt sich so reduzieren. In Stallsystemen mit Schieberentmistung beruhigen erhöhte Fressstände die Tiere beim Fressen, weil diese dem Schieber nicht ausweichen müssen. Der Schieber kann deshalb auch öfter laufen, was ebenfalls zu verbesserter Sauberkeit führt.

Die zweite Massnahme ist der rasche Harnabfluss dank Quergefälle auf den Laufflächen, Harnsammelrinne und regelmässiger automatischer Entmistung. So bleibt der Harn nicht auf den Laufflächen liegen und vermischt sich dort auch nicht mit dem Kot, sondern fliesst rasch in die Harnsammelrinne. Dank regelmässiger automatischer Entmistung werden der Harn in der Sammelrinne und der Mist auf den Laufflächen rasch in eine gedeckte Vorgrube geführt.

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