Wissenstransfer Ammoniak

Reduktion der Ammoniakverluste aus der Landwirtschaft

NEWS

Ammoniak im Überblick

Diese Informationsplattform verbindet Praxis, Vollzug und Forschung. Hier finden Landwirte und Beratungskräfte Erfahrungsberichte und technische Informationen zu Möglichkeiten zur Emissionsminderung im Stall. Vollzugsverantwortliche der Kantone können sich einen Überblick zu aktuellen Grundlagen, Umsetzungsempfehlungen bezüglich Massnahmen und laufende Aktivitäten von Bund, Kantonen und Beratung verschaffen.

Klare Umweltziele - grosse Ziellücke

Die Ammoniakemissionen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung tragen wesentlich zur Versauerung und Eutrophierung empfindlicher Ökosysteme wie z.B. Wälder, Hochmoore, artenreiche Naturwiesen oder Heidelandschaften bei. Deshalb müssen diese Emissionen laut Umweltzielen Landwirtschaft von schätzungsweise 47'600 Tonnen Ammoniak-Stickstoff im Jahre 2002 auf künftig 25'000 Tonnen reduziert werden. Um die Umweltziele Landwirtschaft zu erreichen, braucht es zusätzliche Anstrengungen. Die Erfahrungen aus den Ammoniak-Ressourcenprojekten zeigen, dass der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis ein Nadelöhr darstellt. Hier setzt das vorliegende Projekt mit einem innovativen, mehrgleisigen Ansatz (Top-Down und Bottum-Up gleichzeitig) an, um weitere Fortschritte bezüglich Reduktion der Ammoniakverluste zu erzielen. 

Info-News

Landwirtschaftliches Verordnungspaket 2020: Unterstützung von zusätzlichen emissionsmindernden Massnahmen

Am 11.11.2020 hat der Bundesrat das landwirtschaftliche Verordnungspaket 2020 gutgeheissen "BR - Bundesrat verabschiedet landwirtschaftliches Verordnungspaket 2020". Neu werden gemäss Verordnung des BLW über Investitionshilfen und soziale Begleitmassnahmen in der Landwirtschaftder (IBLV) weitere Massnahmen zur Minderung der Ammoniakemissionen vom Bund mitfinanziert, sofern sich der Kanton ebenfalls beteiligt. Unterstützt werden können Abluftreinigungsanlagen, Anlagen zur Ansäuerung von Gülle und die Abdeckung von bestehenden Güllegruben. Die beiden Rindviehmassnahmen "Erhöhte Fressstände" und "Laufflächen mit Quergefälle und Harnsammelrinne" werden weiterhin unterstützt. Neu sind die Beiträge höher und es können hier zusätzlich Investitionskredite beantragt werden, so auch bei den Abluftreinigungsanlagen und Anlagen zur Ansäuerung von Gülle. 

Dokument mit den Änderungen der IBLV (Stand 10.11.20), Übersicht Beiträge ab 2021. Voraussetzung ist die Beteiligung des jeweiligen Kantones. Kanton und Bund teilen sich die Kosten (z.B. Erhöhte Fressstände: Kanton und Bund je Fr. 70.-/GVE, ab 2021 befristet Zuschlag Bund plus Fr. 70.-/GVE; insgesamt Fr. 360.-/GVE beim Bau erhöhter Fressstände). Fristen: Zuschläge (Bund) bei Rindviehmassnahmen und Abluftreinigung bis 2024, bei der Gülleansäuerung bis 2028
 

Ab 2022 emissionsmindernde Gülleausbringung und abgedeckte Güllelager

Am 12. Februar 2020 hat der Bundesrat über die Einführung der Pflicht zur emissionsarmen Güllelagerung und –ausbringung im Rahmen der LRV-Revision entschieden. Lange war jedoch noch die Motion Hegglin (20.3672) hängig, in welcher gefordert wurde, anstelle einer Pflicht zur emissionsarmen Gülleausbringung einzuführen den Schleppschlaucheinsatz weiterhin durch finanzielle Anreizereizsysteme zielführend zu fördern. Am 17. Juni 2021 hat der Nationalrat diese Motion abgelehnt. Daher wird die Pflicht zur emissionsarmen Gülleausbringung ab 2022 in der LRV festgeschrieben.

Aktueller Artikel zum Thema Gülleausbringung generell aus dem LANDfreund (Ausgabe 2/21)


Mehr Informationen zur Revision der LRV

 

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