Nationale Drehscheibe Ammoniak

Reduktion der Ammoniakverluste aus der Landwirtschaft

NEWS

Drehscheibe im Überblick

Die Nationale Drehscheibe Ammoniak verbindet Praxis, Vollzug, Wissenschaft und Beratung. Hier finden LandwirtInnen und Beratungskräfte Praxisbeispiele, Erfahrungsberichte und neuste technische Informationen zu Möglichkeiten zur Emissionsminderung im Stall, bei der Fütterung der Tiere, der Lagerung und Ausbringung der Hofdünger. Vollzugsverantwortliche der Kantone können sich einen Überblick zu aktuellen Grundlagen, Umsetzungsempfehlungen bezüglich Massnahmen und laufende Aktivitäten von Bund, Kantonen und Beratung verschaffen. Ebenso ist es möglich, die Drehschreibe bei Fragen oder individuellen Bauvorhaben zu kontaktieren. Die Bau-Coaches sind Spezialisten und stehen für individuelle Bauvorhaben zur Verfügung. Die Coaches sprechen sich mit der jeweiligen kantonalen Beratung ab. Die Unterstützung durch die Coaches ist für die Bauwilligen bis zu einem bestimmten Umfang kostenlos.

Die Drehscheibe bietet folgende Leistungen an:

  • Sie bündelt aktuelles Wissen,
  • Sie macht das aktuelle Wissen und Erfahrungen allen Interessierten zur Verfügung,
  • Sie beantwortet konkrete Fragen aus der Praxis
  • Sie versucht zusammen mit der Praxis, dem Bund, den Kantonen, der Forschung und Beratung konsolidierte Meinungen zu entwickeln
  • Sie unterstützt ganz konkret Bauwillige bei Bauvorhaben.

Info-News

 

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Aktuelle Kurzmeldungen

Beitrag in der UFA-Revue vom Februar 2024

Dank Baucoaching zu weniger Emissionen im Stall. Baucoach Kilian Appert erklärt die Vorteile des Baucoachings.

Moins d'émissions grâce au coaching en construction. Le coach en construction Kilian Appert explique les avantages d'un coaching en construction.

Tagung der Nationalen Drehscheibe Ammoniak
Tierfreundliche und emissionsarme Stallbauprojekte: Von der Idee bis zur Umsetzung

21-12-2023 

Am 01. Februrar 2024 lädt die Nationale Drehscheibe Ammoniak zur Tagung in Hohenrain LU ein. Die Veranstaltung wird den Teilnehmenden einen Einblick in den Prozess des Stallbaus geben. An Stallbauprojekten sind jeweils einige Akteure beteiligt. Vertreter aus der Bauherrschaft, der Planung, den verschiedenen Ämtern und den ausführenden Unternehmen müssen sich unter anderem folgenden Fragen stellen: Wie schaffen wir Klarheit bezüglich der Wahl und optimalen Umsetzung der emissionsreduzierenden Massnahmen? Wie können wir den Prozess hinsichtlich der emissionsmindernden Massnahmen verbessern? Im Rahmen der Tagung werden Vertreter über solche Herausforderungen und Lösungen im Stallbau bezüglich Ammoniakemissionen und Tierwohl berichten und diskutieren. Umgesetzte Massnahmen können dabei auf einem Praxisbetrieb besichtigt werden.
Detaillierte Informationen und die Möglichkeit sich bis zum 25. Januar 2024 anzumelden, finden Sie hier.


Die Nationale Drehscheibe wünscht Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins 2024!

Laufgangmatte mit Gefälle

30-01-2023

Die Laufgangmatte mit Gefälle wird neu von der Nationalen Drehscheibe Ammoniak zur generellen Umsetzung empfohlen. Die Empfehlung, dass sich das Quergefälle von 3% auch mit dem Montieren von Gummimatten mit integriertem 3% Quergefälle erreichen lässt, kann in Übereinstimmung mit der nationalen Arbeitsgruppe Ammoniak, in der VertreterInnen des BLW, BAFU, Forschung, Beratung, Praxis, KVU/Cercl’air und KOLAS vertreten sind, abgegeben werden. Weitere Informationen

Beitrag im Journal Agri vom 13. Januar 2023

«Le coaching a pour but de réduire les émissions d’ammoniac des étables»: Interview mit Baucoach François-Lionel Humbert im Journal Agri (Französisch)

Artikelserie "Ammoniakemissionen" vom Nov./Dez. 2022 im Schweizer Bauer

Ammoniakverluste bis zu 50 Prozent senken (Thomas Kupper) vom 9. November 2022

Mit Schleppschlauch bei 10 statt 18 Grad güllen (Thomas Kupper) vom 16. November 2022

Messungen sind aufwendig, aber nötig (Thomas Kupper) vom 23. November 2022

Entmistungsroboter allein genügen nicht (Michael Zähner und Sabine Schrade) vom 30. November 2022

Mehr Tierwohl, weniger Ammoniakemissionen (Barbara Steiner) vom 7. Dezember 2022

Neu: Regionale Vergleichswerte Milchharnstoffwert Nov. 2022

Neu sind auf der Milchdatenplattform https://www.dbmilch.ch/milchprufung/mhw-information/ die
durchschnittlichen Milchharnstoffwerte einer Region zu finden. Betriebe, die Milch abliefern, können
mit dem Login die Milchharnstoffwerte ihres Betriebes mit jenen von Betrieben in der Region
vergleichen. Die regionalen Vergleichswerte sind eine Diskussionsgrundlage für Fütterungsfragen mit
Betrieben mit überdurchschnittlichen Milchharnstoffwerten. Sie können Betriebe und Beratung zur
kritischen Auseinandersetzung mit der Fütterung ihrer Milchkühe motivieren. Die Reduktion von
Ammoniakverlusten durch Optimierung der Milchviehfütterung ist eine für die Branche
kostengünstige und effiziente Massnahme. Die Branche kann damit einen Beitrag zum Absenkpfad N
leisten. Mehr zum regionalen Vergleichswert Milchharnstoffwert finden Sie im Merkblatt dazu.

Beitrag im Schweizer Bauer vom 22. Juni 2022

«Im besten Fall tiefere Baukosten»: Interview mit Baucoach Erich von Ah im Schweizer Bauer und Beitrag Frontseite Bauen für Tier und Umwelt

Verordnungspaket Pa.Iv Absenkpfad

Am 13. April 2022 hat der Bundesrat ein Verordnungspaket für sauberes Trinkwasser und eine nachhaltigere Landwirtschaft verabschiedet. . Damit wird ein erster Teil der parlamentarischen Initiative 19.475 «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren» umgesetzt. Mehrere Bestimmungen in den Verordnungen sind für den Bereich der Ammoniak-Emissionen relevant:

  • Im Bereich Nährstoffe wird ein Reduktionsziel für die Stickstoff- und Phosphorverluste in der Landwirtschaft um 20% festgelegt. Dieses soll bis 2030 erreicht werden.  
  • Die Förderung der stickstoffreduzierten Phasenfütterung von Schweinen wird bis Ende 2026 mit Ressourceneffizienzbeiträgen fortgeführt. Mehr Informationen unter blw.admin.ch

 

Neues Video von Agridea zu den baulichen Massnahmen bei Rindvieh

Datum 07-04-22

Video zu baulichen Massnahmen in Rindviehställen: Trockenheit, Sauberkeit und reduzierte Ammoniakemissionen sind gut für das Tierwohl, die Tiergesundheit und die Umwelt Soeben haben wir auf Youtube ein neues Video veröffentlicht. Es stellt zwei bauliche Massnahmen für Rindviehställe vor, die einerseits Ammoniakemissionen reduzieren und gleichzeitig Trockenheit und Sauberkeit verbessern. Das ist gut für das Tierwohl und die Tiergesundheit sowie für die Biodiversität, die Luftqualität und das Klima. Wir haben vier Betriebe besucht, die eine oder beide Massnahmen umsetzen. Die Verantwortlichen dieser Betriebe erklären die Vor- und Nachteile der Massnahmen im Video und berichten von ihren Erfahrungen. Die erste Massnahme sind erhöhte Fressstände. Dank ihnen stehen die Tiere entlang der Fessachse rund 10 cm höher als der Laufgang. Das führt dazu, dass der Bereich vor dem Fressgitter immer sauber und trocken ist. Die verschmutzbare Fläche im Stall lässt sich so reduzieren. In Stallsystemen mit Schieberentmistung beruhigen erhöhte Fressstände die Tiere beim Fressen, weil diese dem Schieber nicht ausweichen müssen. Der Schieber kann deshalb auch öfter laufen, was ebenfalls zu verbesserter Sauberkeit führt.

Die zweite Massnahme ist der rasche Harnabfluss dank Quergefälle auf den Laufflächen, Harnsammelrinne und regelmässiger automatischer Entmistung. So bleibt der Harn nicht auf den Laufflächen liegen und vermischt sich dort auch nicht mit dem Kot, sondern fliesst rasch in die Harnsammelrinne. Dank regelmässiger automatischer Entmistung werden der Harn in der Sammelrinne und der Mist auf den Laufflächen rasch in eine gedeckte Vorgrube geführt.